Zeiten­wende

Jetzt ist Orientierung wichtig!

Die Krise bremst unsere Wirtschaft aus. Wir erleben Situationen, die unser bis­heriges Zu­sam­men­leben völlig auf den Kopf stellen. Was sich gerade wirt­schaft­lich und gesell­schaft­lich ent­wickelt, wird uns in Kürze auf harte Proben stellen.

Exis­tenzen, Unternehmen und Geschäfts­modelle sind gefährdet.

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Jetzt ist die Zeit, über Zu­kunfts­entwürfe nach­zu­den­ken! Die Zwangspause nutzen und Kassensturz machen! Ideen entwickeln, wohin die „Reise“ gehen soll!

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Notlagen meistern!

Krisen kommen überraschend und erzeugen Stress. Krisenbewältigung läuft in fünf Stufen ab:

  1. Akute Rettung aus der Notlage.
  2. Vitalfunktionen schützen.
  3. Lage darstellen und bewerten.
  4. Lösungen vorbereiten.
  5. Energiereserven aktivieren.

Orientieren, dann handeln.

Sobald die akute Gefahr beseitigt ist und die zentralen Vitalfunktionen abgesichert sind, entsteht Spielraum für die Abstimmung mit den Team-Mitgliedern. Für die Lösungssuche ist Transparenz über die Situation und die Lösungsoptionen erforderlich.

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Krisenmodus: Mach langsam!

Ruhig bleiben, die Situation erfassen.
Krisen, auch globale, sind Bewäh­rungs­proben für Menschen, Organisationen und Unternehmen.
Dann erfahren wir den Stellenwert von Krisenkompetenz, Nervenstärke, Krea­tivität und Initiative.

Die Lage erkennen und die momentane Position beschreiben

  • Die Situation bewerten. Beschreiben, was passiert ist.
  • Die Schäden begutachten.
  • Verbliebene Ressourcen bewerten und überprüfen.
  • Die äußeren Einflüsse ordnen und bewerten.
  • Ist mit weiterer Veränderung der Rahmenbedingungen zu rechnen
  • Zukünftige Konsequenzen beschreiben und bewerten.
  • Nach Alternativen suchen.
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Unsere Welt ist komplex!

Jede Maßnahme verursacht unzählige Wirkungen, weil alles miteinander vernetzt ist. Einfache Problemlösungen, die zunächst logisch erscheinen, können auf lange Sicht ganze Ökosysteme zerstören. Wann immer möglich, sollten vernetzte Lösungsansätze gesucht werden. In akuten Gefahrensituationen, zum Beispiel wenn es brennt, ist die lineare Denkhaltung angebracht.
 

So entstehen Krisen

  • Wir verdrängen Gefahren und Risiken in den „toten Winkel der Ignoranz“.
  • Gefahren entwickeln sich dann bis zum Tipping-Point.
  • Wird dieser Punkt überschritten, herrscht Chaos.
  • Aus Chaos folgt Aktionismus!
  • Wir können exponentielle Entwicklungen nicht erfassen.
  • Wir sind ein Teil der Natur. Diese Tatsache verdrängen wir und verstehen deshalb die Komplexität nicht.
  • Wir versuchen, Komplexität durch Vereinfachung zu beherrschen.

Weg vom linearen Denken!

Wer in komplexen Zeiten das Lineal anlegt, hat verloren!

Lineares Denken bedeutet: Ja-Nein-Denken bzw. Schwarz-Weiß-Denken. Das Wissensmonopol lag bisher bei denjenigen, die Führungspositionen innehatten.
Im digitalen und vernetzten Zeitalter ändern sich die Strukturen, weil Wissen überall und jederzeit zur Verfügung steht.

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Neue Wege gehen!

Vom Problem-Denken zum Chancen-Denken

Alle kämpfen ständig gegen alles Mögliche. Gegen Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption, politische Entscheidungen, Krankheiten, Viren. Schnell sind Kriegsmetaphern parat und führen die Gedanken weit weg von positiven Lösungen. Schnelle Entscheidungen vergrößern das Chaos, das bereits angerichtet wurde. „Kampf gegen …“ ist Energie­ver­schwen­dung und führt in die Sackgasse!

Während die Frage „… wie erreichen wir, dass [ein gewünschter Zustand] eintritt?“ zu völlig anderen Lösungen führt.

Raus aus der Sackgasse: Mindset ändern!

Welches Mindset? Was ist das überhaupt? Unser altes Mindset sind die eingefahrenen Denkstrukturen des Industriezeitalters. Das sien die Paradigmen, mit denen wir groß geworden sind, mit denen wir Schule und Beruf bewältigen. Wir sind alle mit schnellen Bewertungen wie „Gut/Schlecht“, „Schwarz/Weiß“, „richtig/falsch“ groß geworden. Dieses lineare Denken müssen wir ablegen und die „Graustufen“ sehen. Denn: Richtig ist nicht mehr richtig, Falsch ist nicht mehr falsch.

Fünf Mindshifts

Jedes (lebende) System basiert auf fünf grundlegenden Funktionsebenen. Diese Ebenen machen es möglich, Muster in komplexen Entwicklungen zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die systemorientiert wirken.

Das Ebenenmodell lebender Systeme

Vom Leben lernen!
Die Natur macht es vor! Werden komplexe Herausforderungen auf Prozesse in der Natur übertragen, entstehen logische Hand­lungs­spiel­räume. Die Kunst dabei ist, herauszufinden, auf welcher Ebene ich mich mit dem Problem gerade befinde.

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Schwarze Schwäne im
„toten Winkel der Ignoranz“

Zwischen der linearen Denk­hal­tung und dem exponentiellen, vernetzten Denken entsteht ein toter Winkel. Hier verbergen sich die Gefahren und Entwicklungen, die irgendwann am Tipping-Point das Denkschema des linearen Denkens durchbrechen.

Tipping-Point:
Vom linearen Denken unterschätzt.

In linearen Denkstrukturen wird die Vergangenheit auf die Zukunft hochgerechnet. Was schon einmal funktioniert hat, wird auch in Zukunft funktionieren. Außerdem wird das, was nicht mit den eigenen Denkmustern zusammenpasst, ausgeblendet.

Das geht solange gut, bis ein disruptives Ereignis das bewährte Denkschema durchkreuzt. Dann ist der Tipping-Point bzw. der Kipp-Punkt erreicht. Was man vor dem Tipping-Point noch hätte regeln können, fällt danach oft ins Chaos.

Hinter dem Tipping-Point herrscht Chaos!

Menschen kommen mit exponentiellen Einschätzungen nicht gut klar. Das berühmte Schachbrett-Reiskorn-Beispiel macht deutlich, welche unvorstellbare Menge an Reiskörnern entsteht, wenn mit jedem Schachbrett-Feld die Anzahl der Reiskörner verdoppelt wird.

Dinge, die das eigene Geschäftsmodell zerstören können, entwickeln sich oft exponentiell und werden mit linearer Denkhaltung heruntergespielt. Die Digitalisierung hat einige solche Phänomene gezeigt.

Disruptive Entwicklungen werden ausgeblendet.

In den letzten Jahren hat es zahlreiche Beispiele für unterschätzte Entwicklungen gegeben. Die Fotografie wurde durch digitale Fotografie ersetzt, Handys und Fotoapparate wurden durch Smartphones verdrängt. Von etablierten Unternehmen wurden die Risiken zwar wahrgenommen, aber auf ganzer Linie unterschätzt.

In einer komplexen Welt geraten die Dinge nach dem Tippingpoint außer Kontrolle Tipping-Point oder Kipp-Punkt beschreibt den Zeitpunkt, an dem Entwicklungen außer Kontrolle geraten.
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Cool down!

In kritischen Situationen versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ist die unmittelbare Gefahrenlage entschärft, gilt es, sich zu orientieren und nicht gleich in Aktionismus überzugehen.

Future Roadmap

Komplexität ist nicht berechenbar!

Deshalb lassen sich Entwicklungen nicht vorhersagen oder hochrechnen. Auf jede Entscheidung wirken unzählige Faktoren, die immer ein anderes Ergebnis erzeugen. Wir Menschen sind süchtig nach Komplexität und lieben das Spiel (Fußball, Golf, Monopoly usw.). Obwohl wir wissen, dass jedes Spiel einen anderen Ausgang hat, versuchen wir im täglichen Leben alles zu berechnen und logisch zu begründen.

Vorsicht, die lineare Falle!

Wir sind „linear“ aufgewachsen und gedanklich geprägt. Linear bedeutet: richtig/falsch, schwarz/weiß, ja/nein usw. Taucht ein Problem auf, startet sofort das Denkschema „Ursache-Maßnahme-Wirkung“. Der Lösungsansatz, der schnell und logisch erscheint, wird verfolgt. Welche Nebenwirkungen und Kollateralschäden entstehen, zeigt sich erst in der Zukunft.
Besser ist es, zuerst die Ausgangssituation zu verstehen und dann die Dinge mit komplexer Denkhaltung anzugehen.

    Vernetzt denken!

    Auf jede Situation wirken unzählige Einflüsse. Das bedeutet auch, das mit jeder Maßnahme unzählige Wirkungen ausgelöst werden. Besteht nicht unmittelbare Gefahr, sollten verschiedene Lösungen durchdacht werden.

    Strukturen erkennen!

    In komplexen Situationen ist es hilfreich, Muster zu erkennen. Ist die Position im System klar, lassen sich intelligente und vernetzte Lösungen finden. Ein solches Muster ist das 5-Stufen-Modell lebender Systeme, das die Strukturen lebender Systeme darstellt.

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    Zukunftsbilder entwickeln!

    Führungskräfte erleben einen dramatisch Wandel. Die ungewisse Zukunft, in die Unternehmen hineinsteuern, ist mit herkömmlichen Methoden nicht zu managen und vorauszuberechnen. Unternehmen und Organisationen brauchen Visionen, an die die Menschen glauben. Manager werden zu Visionären und Unternehmerpersönlichkeiten.

    Mutige Entwürfe

    Wo und wer sind wir in Zukunft?
    Wie sind wir vernetzt?
    Was müssen wir beobachten?
    Für mutige Zukunftsbilder ist Zeit erforderlich. Reservieren Sie sich Denkpausen für Ihre Zukunftsentwürfe! Schreiben Sie spontane Ideen auf und teilen Sie mit anderen im Team. Gehen Sie das Thema an und seien sie mutig!

    Manager werden zu Leadern

    So müssen gute Leader proaktiv Zeit, Ressourcen und auch Kapital für die Zeit nach der Krise investieren. Es gilt, mit dem Team die Potentiale gedanklich zu durchdringen, denn nur dann besteht die Chance, mit einer sinnvollen zugkräftigen Perspektive in die Zukunft zu gehen.

    Zukunftsfragen klären

    Denken Sie dabei auch das Unmögliche! Beispielsweise bei den Fragen:

    • Wo und wer sind wir in Zukunft?
    • Wie sind wir vernetzt?
    • Was müssen wir beobachten?
    • Gehen Sie das Thema an!
    • Reservieren Sie sich Denkpausen für Zukunftsentwürfe! Schreiben Sie spontane Ideen auf und teilen Sie mit anderen im Team.