Lineares Denken blockiert zukunftsorientierte Lösungen.

Gefangen im linearen Denken:
Warum die Komplexität der Zukunft neu gedacht werden muss.

Ein Käfig schützt. Niemand läuft weg. Niemand dringt ins „System“ ein. Der Käfig ist Schutz und Sperre zugleich. Das tägliche Leben findet seine Wege in dem eingeschränkten Raum, der verfügbar ist. Ob Tier oder Mensch, das Lebewesen arrangiert sich mit seinen eingeschränkten Lebensumständen.

Tägliche Rituale prägen das Leben. Was abweicht, stört oder macht Angst. Wer jahrelang in seinem „Käfig“ bleibt, kommt mit Veränderungen nur schwer klar. 

Die Lebensumstände ändern sich derzeit global. Die „Schutzräume“, auf die wir uns verlassen, sind wirkungslos. „Umdenken“ ist nötig. Der Käfig unseres Denkens verhindert weitsichtige Zukunftsbilder. Komplexität Denken muss gelernt werden, weil die alten Denkmuster Chaos verursachen. Visionen und nachhaltige Zukunftsbilder werden durch Regelungswut ersetzt, Klimaerwärmung durch CO2-Steuer „gesteuert“!

 

Gerhard Sperling - Zukunft anders denken

Gerhard Sperling

Wir stehen vor größten Herausforderungen und unser Denken ist falsch.
Die großen Visionen fehlen. Das täg­liche Chaos über­fordert uns. Wir laufen Gefahr, im Käfig unseres linearen Denkens die Kontrolle zu verlieren.

Komplexität leben, aus Denkkäfigen ausbrechen

Wir Menschen haben uns selbst unsichtbare Denkkäfige übergestülpt. Wir halten uns an Regeln und tun, was uns die Spielregeln vorgeben. Wer aus seinem „Käfig“ ausbricht, ist verdächtig. Wir leben mit Meinungsdiktaten und glauben das, was die Medien gerade thematisch hochfahren. Wir lassen zu, dass unser Fokus gelenkt wird. 

Jeder lebt in seinem Denk-Käfig.

Menschen leben in ihren anderzogenen Wahrnehmungs-Käfigen. Erziehung, Schule, Studium und Berufstätigkeit verstärkt laufend die Gitterstäbe, durch die wir die Mitwelt wahrnehmen. Die linearen Denkstrukturen des Industriezeitalters prägen  Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Parteien, Kirchen, Behörden. Jeder ist in irgend einer Weise in ein entsprechendes System „eingesperrt“.

Unseren geistigen Denkkäfige trauen wir uns nicht zu verlassen. Die Welt draußen ist unbequem und anstrengend. Innerhalb des Gatters ist es sicher und entspannt. Neue Wege gehen, neu vernetzen, kostet Kraft. Manchmal ist das nicht erwünscht. Dann lässt man es lieber.

Wir bleiben in unseren Käfigen. Dinge, die sich außerhalb unseres Sichtfeldes abspielen, sind fremd. Wer anderes tut oder denkt, ist verdächtig.

Was außerhalb der Wahrnehmungsblase liegt wird ignoriert.

Was das Weltbild stört, muß weg. Warnhinweise finden keine Resonanz. „Betrifft mich nicht“, weg damit! Die Welt verändert sich woanders; hier ist alles OK. Oder man kommt zu dem Entschluss „… ich kann ja doch nichts ändern“.

Das lineare Denken und Lernen in den „Käfigen“ der letzten Jahrzehnte verändert die Welt. Weltbilder, die wir aktuell prägen, wirken sich erst in Jahrzehnten aus. Mit unserer traditionellen Denkhaltung verlaufen wir uns im Klein-Klein und handeln nur symptomorientiert. Die großen Zusammenhänge werden nicht diskutiert. Dabei ist das Gesamtsystem entscheidend. Zuerst muss Einigkeit darüber herrschen, wohin die „Reise“ in den nächsten Jahrzehnten gehen soll. Wenn wir kein Bild davon haben, wie wir in 30 oder 50 Jahren mobil sein wollen, werden wir falsche Entscheidungen treffen. Wenn wir kein Bild davon haben, wie wir in 30 oder 50 Jahren in Städten miteinander leben wollen, entscheiden wir in die falsche Richtung.

Die Lösungen lassen sich nur in der Vernetzung und als komplexe Herausforderung angehen. Die Potentiale müssen erschlossen und genutzt werden. Wenn wir einen Leitstern haben, können wir Entscheidungen treffen, die eine lebenswerte Welt in der Zukunft ermöglichten.

Die Visionen, die konzertierten Aktionen fehlen.

Wir haben globales Wissen. Wir haben die Technik. Globale Probleme ließen sich in kürzester Zeit angehen. Wir tun es nicht, weil die großen Zukunftsentwürfe fehlen. Uns fehlt die Vision für eine faire Welt, in der wir leben, arbeiten, wirtschaften. Uns fehlt das Zukunftsbild, wie ein Globus aussehen soll, auf dem wir in einigen Jahrzehnten leben werden.

Wir versuchen Komplexität zu vereinfachen, weil wir die Zusammenhänge nicht sehen. Wir entscheiden schnell (linear) und wundern uns über wachsendes Chaos.

Durch schnelle Reaktionen ist unser Fokus falsch.

Konzentration auf das, was wir nicht wollen, verstärkt das, was wir nicht wollen. Wir leben im „toten Winkel der Ignoranz“ und übersehen wichtige Hinweise auf das, was bewältigt werden muss. Was bedrohlich ist, wird einfach ausgeblendet.

Wir vernichten die Natur und kennen die großen Zusammenhänge nicht mehr. Menschen sind Teil des natürlichen Netzes und sehen nicht, dass in der Natur der Schlüssel für die Bewältigung globaler Probleme liegt. An den Ast, auf dem wir sitzen, setzen zur Zeit viele die Säge an.

Der Wechsel vom linearen zum vernetzten Denken ist unsere größte Herausforderung.

Vernetzt und zukunftsorientiert denken heißt,
  • in großen Zukunftsentwürfen und Visionen denken.
  • Komplexität mit komplexerer Denkhaltung auflösen.
  • den Fokus auf das richten, was erreicht werden soll.
  • die Signale aus dem „toten Winkel der Ignoranz“ wahrnehmen.
  • den Bezug zur Natur herstellen, weil die Natur zeigt, wie komplexe Systeme funktionieren.

Wir müssen unsere Denk-Käfige verlassen, andere Meinungen hören und die Sinnfrage für unser Tun beantworten. Elektromobilität, Dieselverbot, CO2-Steuer sind reiner Aktionismus und damit die größte Energieverschwendung.

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